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Erdgeschichte in Reichweite

UNESCO Sardona

Vergessen Sie den Himalaja, die Rockys und die Anden! Wenn Sie wirklich etwas über die Entstehung der Berge wissen wollen, dann fahren oder wandern Sie in Flims in die Höhe, wo Sie so deutlich wie nirgendwo sonst auf der Welt den «Bergbau» bzw. Gebirgsbildungsprozess vor Augen geführt bekommen.

Naturphänomen

Die Destination hat nicht nur einen stattlichen Bergsturz zu bieten, der die Landschaft geformt hat, sondern auch geologische Phänomene, die es bis auf die Liste der Weltnaturerben der UNESCO geschafft haben. Seit 2008 gehört die 300 Quadratkilometer grosse Tektonikarena Sardona zu diesem erlauchten Kreis. Sie erstreckt sich über die Kantone Graubünden, St. Gallen und Glarus und ist Teil des
Geoparks Sardona.

Eine kilometerlange, messerscharfe Linie trennt unübersehbar zwei verschiedene, aufeinanderliegende Gesteinsarten. Entgegen der geologischen Normalität ruhen hier 250 bis 300 Millionen Jahre alte Gesteinsschichten auf wesentlich jüngeren, die es gerade mal auf 35 bis 50 Millionen Jahre bringen. Die Überschiebung bzw. die auch «magisch» genannte Linie ist an mehreren Stellen gut zu sehen, so unter anderem in Flims vom Ringelspitz bis zu den Tschingelhörnern. Dort befindet sich mit dem Martinsloch noch ein weiteres Naturphänomen.

Besucherpavillion

Man kommt sich näher. Die Tektonikarena Sardona präsentiert sich bei der Segneshütte in einem neuen Besucherpavillon – und ringsherum.

Sardona

Spannende Wissensvermittlung

Die Zugehörigkeit der Tektonikarena Sardona zum UNESCO-Weltnaturerbe ist mit Verpflichtungen verbunden. So fordert die UNESCO unter anderem, dass diese aussergewöhnlichen universellen Werte der Landschaft den Besuchern vermittelt werden. Es wurden deshalb auch in Flims entsprechende Angebote geschaffen. In den vergangenen Jahren diente der Cassonsgrat als Aussichtspunkt aufs Welterbe Sardona und als Ausgangspunkt für Führungen mit einem offiziellen GeoGuide. Ende 2015 musste die Bahn am Flimserstein aus Altersgründen jedoch eingestellt werden. Bis die Tektonikarena Sardona mit einer neuen Bahn erschlossen wird, dürfte wohl noch einige Zeit ins Land ziehen. In der Zwischenzeit dient ein neu erstellter Besucherpavillon neben der Segneshütte der Information und der Orientierung. Interessierte werden dort mit digitalen Animationen ausführlich in die Geheimnisse der Landschaft eingeweiht.

Von dort aus hat man zudem einen einzigartigen Blick auf Weltnaturerbe, Bergsturzgebiet und Rheinschlucht. Einen weiteren Zugang zur Tektonikarena bietet die neu entwickelte mobile Applikation «UNESCO Sardona», die Wissen auf besonders spannende Art und Weise vermittelt. Sie nimmt den Benutzer mit auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise. Nennen tut sich das Ganze «Augmented Learning Experience», und es beruht darauf, dass die Augmented-Technologie neue Darstellungsformen auf dem Smartphone ermöglicht. Erreichbar ist der neue Besucherpavillon Welterbe Sardona, mit dem Sessellift ab Naraus, von Startgels aus mit der Graubergbahn oder mit dem Nagens-Shuttlebus ab «Laax Bergbahnen». Der Bus fährt neu durchgehend an sieben Tagen in der Woche.

Flims Reservation:
Tel.: +41 81 927 77 77

Gästeinformation:
Tel.: +41 81 920 92 00 

LAAX live